Freitag und Samstag hab ich es leider nicht zum Folklore nach Wiesbaden geschafft. Dafür dann aber am Sonntag! Wie uns schnell bewusst wurde, ist der Sonntag auf diesem Festival Familientag. Überall Eltern mit kleinen, großen und ganz ganz kleinen Kindern. Es gab eine Kunst/Musik Ausstellung. Recycelte Dinge mit denen man Musik machen konnte. Am faszinierenden fand ich dabei Gummistiefel, die abgedichtet und mit Flöten versehen waren. Jeder Kneifer in einen Stiefel gab verschiedene Töne.
Die erste Band „Whiskydenker“ war ganz nett. Die beiden danach nicht erwähnenswert. Und als großer Abschluss AMK! Ich hab die Jungs das erste Mal vor 2 Jahren in einem Irish Pub in Mainz gesehen. Die Gänsehaut ist damals wie heute die selbe, wenn Henning May anfängt zu singen.
Das Konzert in Wiesbaden war das letzter ihrer langen Festival Tour. Ein bisschen hat man ihnen das auch angesehen. Dunkle Augenringe, hager, müde. Doch trotzdem voller Euphorie ihre Musik zu verbreiten. Wie sie sich über jeden Applaus, jeden Ruf freuen. „Ihr seid so lieb zu uns!“ hat Henning irgendwann ins Mikrophon gesagt und wirkte sehr gerührt. Man merkt eben, dass AMK noch nicht sehr lange auf solch großen Bühnen spielen.
Gut zum Ambiente passte auch die untergehende Sonne links hinter der Bühne. Dazu Lieder über die Liebe, über Väter, Mitbewohner, Freunde, das Leben. Und jedes mal wenn ich die Jungs live sehe, schaffen sie es, den Liedern immer noch etwas neues zu geben, sie sind nicht ausgelutscht, nicht abgedroschen.
Auf jeden Fall war es wieder mal ein inneres Blumenpflücken die wunderschöne Musik dieser jungen Band live zu hören!
