blink182 in der Festhalle in FFM

Letztes Wochenende war eindeutig  Konzert-Karma. So wurde der mittelmäßige Auftritt von Hans Zimmer am Freitag durch den von blink182 am Montag wieder ausgeglichen. Soundmäßig hat die Festhalle in Frankfurt leider auch gerade stimmlich nicht überzeugt (warum auch immer hat der Gesang gehallt), aber das haben die Jungs mit ihrer Stimmung wettgemacht.

Nachdem ich lange nach Begleitung zu dem Konzert gesucht habe, kam ich glücklicherweise darauf, meinen Cousin Michi zu fragen. So gesellte ich mich an diesem Abend zu ihm und seinen Kumpels Felix und Fred.  Aufgrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen durften auch an diesem Abend keine Taschen/Beutel mit in die Halle, die größer als DinA4 waren. Das war leider im Vorfeld überhaupt nicht kommuniziert worden und an dem Abend schlecht organisiert. Vor allem die Ausgabe der Taschen nach dem Konzert war ein Debakel. Trotzdem vielen Dank, liebe Sicherheitsleute, dass ihr der Meute nicht den Hals umgedreht sondern brav weiter Taschen zugeordnet habt. Ich  habe auf jeden Fall daraus gelernt, möglichst einfach nichts mehr mit auf Konzerte zu nehmen.

Vor blink kamen gleich zwei Vorbands: „Lower Than Atlantis“ aus England (nicht weiter erwähnenswert, waren okay.. aber besser ohne Gesang) und „A Day To Remember“ aus den USA. Fred hatte uns schon angekündigt, dass wir von ADTR auf jeden Fall überzeugt werden würden. Und dies war auch der Fall. Die fünf Jungs rissen die Menge ab dem ersten Moment mit. Ich hatte wirklich das Gefühl den Hauptact vor mir zu haben, ein großer Teil der Menge kannte sogar ihre Texte. Die Show eröffneten sie mit schwarz/weißen Luftschlangen und beendeten sie mit bunten. Zwischendurch flogen riesige Bälle durch die Luft. Außerdem wurden die Zuschauer zum „Crowdsurfing on Crowdsurfing“ aufgerufen. Dabei gibt es die typisch crowdsurfende Person auf welcher allerdings eine zusätzliche Person steht.. und surft. Zwei Kerle haben es auch wirklich hinbekommen sich langsam über die Menge schieben zu lassen.

 

Als nach großem Umbau blink182 auf die Bühne kam, flammte ein riesiges „FUCK“ hinter ihnen auf. Insgesamt kam die Pyrotechnik bei dem Auftritt auf keinen Fall zu kurz. Ich muss gestehen, dass ich sehr überrascht war, neben Mark Hoppus und Travis Barker einen hell gefärbten Blondschopf vor mir stehen zu haben, den ich nicht erkannte. Ich hatte nicht mitbekommen, dass Tom DeLonge 2015 von Matt Skiba ersetzt wurde. Als ich das neue Album hörte, dachte ich ehrlich gesagt, dass die Stimme sich durch die Jahre einfach verändert hätte.. Naja, so stand da eben Matt Skiba in schwarz weiß gestreiften Hosen auf der Bühne und warf fleißig Plektren in die Menge (so viele, dass immer wieder ein Typ auf die Bühne kam, um neue zu bringen).

Nach der großen  Ankündigung eines einmaligen Zaubertricks wurden alle aufgefordert ihre Feuerzeuge oder Handylichter anzumachen und so wurde „Brohemian Rhapsody“ ohne zusätzliche Lichtquelle performed. Das sah schon extrem gut aus.

Neben dem aktuellen Album wurden auch die alten Klassiker ausgepackt. So wurde zum Beispiel  „I Miss You“ wie immer den Frauen im Raum gewidmet. Nach einer knappen Stunde verließ die Band auf einmal kommentarlos die Bühne. Kurz darauf erleuchtete das Schlagzeug in purpurner Farbe. Diese wechselte ein paar Minuten zu Loungemusik und wurde abgelöst von der Rückkehr der Band, jetzt ausgestattet mit Quietschpinken Gitarren.  So spielten die Jungs noch gute 20 Minuten, die Stimmung war mehr als ausgelassen. Im vordersten Block war es voll, heiß, verschwitzt und unglaublich gut gelaunt. Zum Ende regnete es eine große Menge an rot/weißem Konfetti, welches auf der Haut der Tanzenden kleben blieb. Es war wunderbar.

Zum Abschluss setzte der Sohn von Travis Barker dem ganzen noch einen drauf und spielte eine Zugabe am Schlagzeug. Dabei kommen auf jeden Fall die Gene durch, der Kleine hat seine Sache gut gemacht. Anscheinend sind er und seine Schwester zur Zeit mit Travis auf Tour. Hut ab, das nenn ich mal ne Kindheit. Alles in Allem kann ich es auf jeden Fall sehr empfehlen, die Jungs live zu sehen, ich würde es wieder tun!

20170612_231931

Hinterlasse einen Kommentar