II. Hessische Gebirgsmarine

Letzte Woche haben wir es endlich geschafft. Wir haben einen WG-Ausflug zu einem Konzert der II. Hessischen Gebirgsmarine gemacht.

Die Jungs (inklusive unserem Mitbewohner Andi) singen Shantys. Neuerdings werden sie von einem hessischen Seebären mit „Seemannsgarn“ begleitet – was bedeutet, dass dieser immer wieder zwischendurch Kurzgeschichten vorliest.. diese waren leider nicht sonderlich kurz.

Aber irgendwann war die Unterbrechung wieder vorbei und die Männer auf der Bühne fingen wieder an zu singen. Von Liebesliedern über Trinklieder über.. ich weiß nicht genau was, war es ein unglaublich entspannter Abend. Ein rein akustisches Spektakel, nur teilweise begleitet von einer Cajon oder einer Gitarre. Mal ruhig, mal mitschunkelnd, mitsingend und klatschend hatte der kleine Raum im StRiedKult-Klub sehr viel Spaß mit der II. Hessischen Gebirgsmarine.

Immer wieder wechseln die Jungs durch, wer die Solo-Parts der Lieder übernimmt. Und ziemlich zum Schluss stand da unser Andi in der Mitte und sang das Lied, dass er in seinen ersten Wochen als unser neuer Mitbewohner auf dem Balkon zum besten gab. Mit Bier mussten wir ihn damals überreden. Diese Einzelvorstellung im Sommer war ja schon schön, aber begleitet von seinen Kollegen verursachte es fast Gänsehaut.

So kann ich jedem, der mitbekommt, dass die Jungs in der Nähe singen nur raten, sich das Spektakel anzuschauen. Es macht Spaß!

Moop Mama

Obwohl ich wusste, dass ich zu der Zeit auf Krücken unterwegs sein würde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen und habe Tickets für die M.O.O.P. TOPIA TOUR 2016 geholt. Eine sehr sehr gute Entscheidung. Meine Schwester hat ihr Ticket zum Geburtstag bekommen und so haben wir noch meinen Mitbewohner und ihren Freund (Namensgeber dieses Blogs) eingepackt und sind nach Wiesbaden getingelt.

Voract war Marz. Im Voraus hatte ich mir schon was von ihm angehört und war nur mäßig begeistert. Doch je länger er auf der Bühne stand, desto besser hat er mir gefallen. Einen guten Teil der Menge hat er mit dem stillen Applaus angesteckt (man hebt eine Hand in die Höhe und macht eine Bewegung, als würde man etwas schnell auf und zu schrauben).

Moop Mama hat anschließend leider etwas auf sich warten lassen. Wozu ich wieder einmal nur sagen kann „was bringt es, einen Voract auf die Bühne zu schicken um die Menge anzuheizen, wenn man sich dann so viel Zeit lässt, dass die Menge schon wieder genervt ist“. Aber was will man machen, vielleicht hatten sie ja ihre Gründe.

Das erste Lied war „Meermenschen“ – wie ich finde eine ungewöhnliche aber sehr gute Wahl. Das Lied ist ruhig, wichtig und hat viel Tiefgang. Zu jedem anderen Zeitpunkt wäre es untergegangen. Anschließend konnte die Party losgehen. Bei „Die Erfindung des Rades“ ist Keno mit dem schönen roten BMX über die Bühne gecruised, welches nach der Tour für Flüchtlingshilfe auf ebay versteigert wird. Bei „Insel“ hat sich Keno in einer aufblasbaren Insel mit Palme über das Publikum tragen lassen. Die erste Runde ging gut, in der zweiten ist er leider abgestürzt. Aber schien ihm nichts passiert zu sein, die Party ging weiter. Über den Abend hat jedes Instrument entweder einzeln oder in Gruppen ein Solo hingelegt. Davon hat mich am meisten das Solo der Tuba beeindruckt. Das kann man gar nicht in Worte fassen, das muss man erleben.

Die Menge hat sehr gut auf die Stimmungen der Lieder reagiert. Bei „Stadt, die niemals schläft“ wurden die Feuerzeuge und Taschenlampen der Handys (sieht in der Menge wirklich richtig schön aus!) herausgeholt. Bei „Alle Kinder“ wurde gemeinsam gesungen und geflüstert. Zu Elefant wurde gepogt, was sich jedoch nach kurzer Zeit zu einem im Kreis laufend/tanzenden Gewimmel  veränderte. Ein sehr angenehmes Publikum. Eine wahnsinnig schöne Stimmung. Nur gestört von ein paar Mädels aus Mainz, die es unglaublich lustig fanden in den unpassendsten Momenten „Mainz – Mainz – Mainz-…“, angelehnt an die Seemöwen in „Findet Nemo“, zu rufen. Zu „Über den Dingen“ gab es eine Polonaise der gesamten Band einmal quer durch die Menge. Nur schade war, dass mein Lieblingslied „Geh mit uns“ nur halb gespielt wurde. Aber immerhin lieber halb, als gar nicht.

Nach eineinhalb Stunden verließ die Band die Bühne und mein Mitbewohner schaute etwas enttäuscht, da „Prokrastination“ nicht gespielt wurde. Doch zu früh getrauert. Damit wurde die Zugabe eröffnet. Und dazu hat die Band ihre Instrumente mit Leuchtstäben ausgestattet. Dem folgte noch eine halbe Stunde weitere Moop Mama Party, unter anderem mit Dubstep Einlage. Was die Band da zaubert ist wirklich unglaublich. Auf der Heimfahrt hat mein Mitbewohner nur gemeint „also bis auf ‚Prokrastination‘ hätte ich die ja bisher nicht so daheim angehört. Aber jetzt find ich sie wirklich gut! Ich bin richtig begeistert.“ Und so kann ich euch nur empfehlen, wenn ihr irgendwo irgendwie die Chance habt die Jungs live zu sehen, dann nutzt sie!

Abschließend möchte ich mich noch bei dem netten Security vom Schlachthof bedanken, der mir angeboten hat mich auf die Empore der Rollstuhlfahrer zu setzen. Doch obwohl ich ganz peinlich berührt kurz allein in der Menge stand, die um mich rum kniete bin ich froh mich nicht hinter gesetzt zu haben.

Danke MOOP MAMA, gute Musik ist die beste Medizin!

Blumentopf – das letzte Konzert

Am 23. Oktober 2015, ein stumpfgrauer Herbsttag in Hessen, klingelte zum frühen Mittag mein Handy und meine älteste Schwester war dran. Leicht panisch fragte sie „Hast du das mit Blumentopf mitbekommen? In einem Jahr ist Abschlusskonzert in München“ Ja, hatte ich, ich hatte auch schon mit unserer mittleren Schwester kommuniziert, ob wir das nicht unserer ältesten zu Weihnachten schenken wollen. Doch (Gott sei Dank) überwog die „Wenn wir es jetzt nicht machen ist es vielleicht zu spät“-Ader, welche sich durch unsere Familie zieht. So waren innerhalb einer halben Stunde und mehrerer Telefonaten zwischen Österreich und Deutschland die Tickets bestellt. Zum Glück. Denn ein paar Stunden später lese ich den Post auf der Blumentopf Facebookseite „IHR SEID DIE KRASSESTEN!!! Innerhalb von 8 Stunden habt Ihr unsere Abschieds Show ausverkauft! []“

Ein Jahr später stehen wir zu fünft in der langen Schlange vor dem Zenith und warten gespannt ab, wie sich dieser dicke Menschenwurm nach drinnen bewegt. Die Halle füllt sich langsam, viele Menschen tragen schon das Shirt des heutigen Abends mit der Rückenaufschrift „Das letzte Konzert – München 22.10.2016 Zenith – Danke und Servus – Blumentopf“. Die Stimmung ist eigenartig, nicht zu greifen. Später wird mir bewusst, dass es unter anderem daran liegt, dass die heute Abend Anwesenden wahrscheinlich das perfekte Konzertpublikum sind. Denn dort waren nicht die Menschen die sich dachten „ach, ich weiß doch noch gar nicht, wo ich nächstes Jahre bin“ oder „dafür ist am Wochenende noch genug Zeit“. Dort waren die Menschen, die nicht warten konnten, kein Risiko eingehen wollten, sich dachten „egal, was ich in einem Jahr mache, an dem Tag bin ich im Zenith in München“. Dort waren die Menschen, die wie wir innerhalb dieser kleinen Zeitspanne, dieses viertel Tages ihre Tickets gekauft haben. Dort waren Menschen, denen dieser Abend wichtig war. Und das hat man gespürt.

Es gab keine Vorband und die brauchte es auch nicht. Blumentopf hat über drei Stunden alles aufgefahren, was sie hatten. Esther war da, von David Pe gabs kleine Blumentöpfe für die Töpfe und schöne Freestyles, die Blaskapelle Münsing spielte nach „Fenster zum Berg“ eine Zugabe und Texta durfte natürlich auch nicht fehlen. Zwischen den Liedern gab es viele kleine Storys, Überleitungen und neue Texte über den Abschied.

Es war kein gewöhnliches Konzert, die Stimmung war sehr eigen. Am besten beschreibt es das Lied „Solala“. Es wurden Zeilen über das Aufhören der Band und das letzte Konzert an genau diesem Abend eingefügt. Die Menge schrie immer wieder „Solala solala“. Und genau das war es. Solala. Zum einen war es eine riesige Party, vielleicht die größte, die Blumentopf je auf der Bühne hatte. Die ganze Zeit flogen Luftballons über der Menge. Doch zum anderen war fast zu greifen, dass bei allen immer wieder der Gedanke hochkam „Das ist heute das letzte Mal. Das Allerletzte“. Und dieser Gedanke legte sich wie eine mal dickere, mal dünnere Wattedecke über die große Freude. Richtig schlucken musste ich, als sich die Menge in ein riesiges Lichtermeer verwandelte (Smartphones können eben auch was gutes haben auf Konzerten).Die Band war gerührt. Immer wieder bedankte sich Blumentopf bei allen Beteiligten. Zum Schluss hin holten sie nach und nach verschiedene Menschen auf die Bühne, welche ihnen ihre ganze Karriere geholfen hatten genau die Band zu sein, die sie waren. Anfangs applaudierte die Menge mit einem wahnsinnigen Getöse, doch wurde dies immer schwächer. Denn 10 Minuten klatschen und johlen für Menschen, die man nicht kennt ist doch sehr ermüdend.  Ich hoffe das nehmen uns die Verabschiedeten nicht übel. Wir sind ihnen ja auch sehr dankbar, dass Blumentopf genau die Karriere hatten, die sie eben hatten.

Als sich die Töpfe dann auch mit sehr rührenden Worten von den Fans verabschiedeten und die Bühne verließen konnte es keiner fassen. Das war das Ende? – nein, war es noch nicht. Auf einmal waren sie auf einer Bühne beim Mischpult, in der Mitte des Publikums und spielten weiter. Anschließend ging es durch eine Menge von der die eine Seite „was ich lieb“ schrie und die andere Seite mit „was ich hass“ antwortete, zurück auf die Bühne. Nun packten ein paar Fans vor uns Wunderkerzen aus. Noch so ein Wattedeckemoment. Ein paar Tracks später wars dann aber wirklich vorbei. Ein riesiger schwarzer Vorhang mit einem ganz schlichten „Danke“ fiel vor der Bühne. Das wars. Vielen Dank Blumentopf für die tollen letzten 24 Jahre mit diesen Alben, die so sehr reale Geschichten erzählen.

Danke.

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Die letzten beiden Bilder habe ich nicht selbst aufgenommen. Ich habe sie von der Facebookseite von Blumentopf. Sie sind von Hans Herbig und Rakete.

Bleubird – Ceschi – Mädness

So, jetzt schaff ichs auch endlich den Eintrag zu dem Konzert am Wochenende zu schreiben. Ich wäre fast nicht hin gegangen, weil ich das Gefühl hatte, lerntechnisch noch den Mount-Everest besteigen zu müssen. Gut, dass ich Recht und Informatik dann doch sich selbst überlassen habe, das Konzert war super. Die Location, die Oettinger Villa in Darmstadt, mag ich auch einfach gerne: schön klein, ein bisschen abgeranzt, günstiges Bier, einfach gut.

Den ersten Act, Bleubird, kannte ich nicht. Doch umso mehr hat mich der Auftritt dieses verrückten Vogels umgehauen: springt im beigen Hawai-Zweiteiler auf der Bühne umher und geht zu Beats ab, die an den frühen Kanye West erinnern (gute alte Zeit). Ich hätte mir gern noch ne Platte von ihm gekauft, hatte aber leider nicht genug Geld dabei. Nach dem Konzert hab ich mich noch mit ihm am Merch Stand unterhalten, sehr sympathischer Typ.

Während seines Auftritts hat Bleubird Ceschi auf die Bühne gerufen und die beiden haben zusammen performed. Dabei kam auch raus, dass die zwei auch in Verbindung mit Astronautalis und Radical Face stehen und Aufnahmen zusammen gemacht haben.

 

Nach einer kurzen Pause kam dann Ceschis Part allein. Das Bild oben zeigt ihn auf der Bühne mit seiner Band. Wie immer der Hammer! Stand zu nem drittel der Zeit mit seiner Gitarre zwischen den Leuten und hat alle mit seiner Musik mitgerissen.

Abschließend trat Mädness mit seinem Bruder Döll auf, die beiden kommen aus Darmstadt. Dazu hab ich eigentlich nicht viel zu sagen, fand die Perfomance nicht so überzeugend. Ich mochte die beiden immer gerne, weil sie so unglaublich authentisch waren. Aber dieses Mal ließen sie sich für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu sehr feiern. Musikalisch wars gut aber die Stimmung war nicht so meins.

Am Merch-Stand hat Ceschi mich noch angesprochen, dass er mein Gesicht kennen würde. Daraufhin haben wir uns darüber unterhalten, dass ich ihn letztes Jahr zu einer Straßen Session nach dem Konzert überredet hab. Der hat ein Gedächtnis.. Freunde von mir, die ihn auch schon öfter gesehen hatten, hat er bei nem Festival mit Handschlag begrüßt. Ein klasse Typ mit seiner wunderbaren Musik.

Twenty One Pilots

Ich kanns ja gar nicht glauben. Es gibt gar keinen Post von mir mit „uaaah, ich hab Tickets für Twenty One Pilots“. Hatte ich nämlich 🙂 War der Hammer!

Wir sind extra für das Konzert nach Köln gefahren und es hat sich wieder sowas von gelohnt. Anfangs standen wir ziemlich blöd, der Sound war nix, es waren zu viele Leute und irgendwie war alles ein bisschen doof. Dann kam als Support ein DJ. Warum? Das hab ich in letzter Zeit so oft gesehen. Was ist mit den kleinen Bands? Gut war er auch nicht. Hat seine Party Hits runtergespielt. Stimmung in der Halle war danach so lala. Anschließend haben die Jungs auch so lang auf sich warten lassen, dass die wenige Stimmung, die der DJ hervorgerufen hatte, wieder im Keim erstickt ist. Als sie dann auf die Bühne kamen, erhob sich ein einziges Gekreische. Etwas ähnliches habe ich bisher nur bei Macklemore gehört und bei Twenty One Pilots wirklich nicht erwartet (noch so einen Kreisch/Quietsch-Anfall bekam die weibliche Menge erneut, als Josh Dun, der Schlagzeuger, sich seines Shirts entledigte). Sie haben abwechselnd Lieder vom derzeitigen und vom letzten Album gespielt. Sound war an unsrem Platz immer noch ziemlich mies. Dann haben wir (sorry dafür, die Menschen mag ich ja auch so gar nicht) uns einfach in die Menge getanzt. Ein Stückchen weiter vor, ein Stückchen weiter in die Mitte. Und ab diesem Punkt war es unglaublich.

Sie haben nicht nur vom letzten Album sondern auch vom ersten gespielt. Außerdem auch richtig alte Stücke, die auf gar keinem Album vorkommen. Weiter gab es dann noch ein Medley, das sie unglaublich gut zusammengefügt hatten, wieder gemischt aus neuen und alten Sachen. Bei irgendeinem Lied (ich hab wirklich vergessen, welches..) sollten wir uns zu Paaren zusammenfinden. Und von diesen Paaren sollte einer den anderen auf die Schultern nehmen. Das war mein erstes Mal überhaupt bei jemandem auf einem Konzert auf den Schultern, es war sehr sehr cool! Die Jungs haben wohl böse Blicke von den Securities bekommen und Tyler meinte nur „Come on, boys. It’s just one song!“. Es war wunderbar. Danke dafür, Nils! 🙂

Bei Car Radio hab ich die „Wall of Death“ vermisst, dafür stand der gute Herr auf einmal hinter uns auf einem Podest. Und was will man sagen, immer das selbe wäre wahrscheinlich auch langweilig.

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„Goner“ gabs allein mit Klavierbegleitung, wunderschön! Zu „Trees“, meinem Lieblingslied, packten die beiden wieder ihre Trommeln und bemühten sich auf die Hände der Fans. Davon war ich ein ganz klein bisschen enttäuscht, weil das in der großen Halle einfach nicht so gut gewirkt hat wie vor zwei Jahren. Nach eineinhalb Stunden gab es abschließend Konfettiregen, die Menge tobte. Alle tanzen, schwitzen, lachten. Neben uns war eine Familie, Vater, Mutter und zwei Töchter. Sobald der Tanz etwas wilder wurde, versuchte der Vater immer mit seinen Armen seine drei Frauen zu beschützen. Die störte das wenig. Gerade seine Frau grölte lieber aus vollem Leibe mit. Einfach eine tolle Stimmung. Nach der Zugabe kam „All you need is Love“ von den Beatles und viele standen einfach nur da und sangen mit, unter anderem wir und die Familie neben uns. So eine Familie möchte ich später auch haben!

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Falls ihr die Musik von Twenty One Pilots mögt, und ich muss wirklich sagen, wie kann man nicht, dann lege ich euch ans Herz die beiden einmal live zu sehen! Ich bin gespannt, was die Tickets nächstes Mal kosten, aber ich hoffe, ich werde dabei sein.

Angel Haze

Puh, schon wieder sind ein paar Wochen vergangen, bis ich endlich die Ruhe gefunden habe, zu schreiben. Ich hab mich so sehr auf das Konzert von Angel Haze gefreut, wurde aber leider etwas enttäuscht.

Ihr DJ war der Support, die Musikauswahl eher mäßig. Außerdem war der Bass zu krass eingestellt (und ich LIEBE Bass!) Aber da kam kein Lied mehr durch.. Naja. Sie selbst war zwar gut, aber nicht einmal eine ganze Stunde auf der Bühne. Ein Freund von mir meinte „Die Amis halt“. Aber da habe ich schon ganz anderes erlebt. Fand ich sehr schade. Irgendwann sprang sie ins Publikum, ist einmal durchgewandert und hat sich, von ihren Bodyguards beschützt, feiern lassen. Von den alten Sachen kam recht wenig. Am Ende als Zugabe (wieder ziemliches feiern lassen, bis sie wieder auf die Bühne kam) kam dann noch „Battle Cry“ mit den Worten „How could I let ya all go home without me performing Battle Cry?“

War schon gut. Aber hab einfach ein bisschen mehr erwartet. Von ihr, von ihrem Auftreten, von ihrer Musik. Aber bereut hab ichs natürlich nicht.

Alt-J

Ich hatte die Woche unglaublich viel zu tun und war auch noch krank.. deswegen hier der Nachtrag von Montag!

Gott hab ich mich lang auf dieses Konzert gefreut!!!
Kalt wars an dem Abend. Sind in die Mainmarkthalle in Mannheim gekommen und wollten unsere Jacken überhaupt nicht ausziehen.
Wir haben direkt mal zum Merchandise Stand geschaut, waren aber etwas enttäuscht, weil die Sachen alle sehr teuer waren. Ne Tasse gabs für 20 Euro, Shirts ab 30.

Konzert hat nicht sonderlich pünktlich begonnen, Hundred waren die Vorband. Die drei aus Hamburg waren schon sehr gut, uns aber als Live Act zu ruhig.. Ging dann aber auch nur ne halbe Stunde und nach kurzem Umbau kamen schon Alt-J auf die Bühne.

Die Bühnenshow war umwerfend. Viele einzelne, schwenkbare Monitore mit Lichtstreifen, Leuchten und allem drum und dran. Jedes Lied bekam eine ganz andere Stimmung. Vom Sound war ich leider nicht so überzeugt, stimmlich wars auch nicht so der Hammer, aber das Acapella Stück The Ripe & Ruin habens wieder ganz gut rausgerissen. Habe aber ehrlich gesagt mehr von den Jungs erwartet. Vielleicht waren sie aber einfach auch schon geschafft von der Tour.

Stimmung war super, Konzert war auch nicht zu kurz und die Klassiker haben einen einfach schon umgehauen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

Ich konnte mich nicht für ein Bild entscheiden, deswegen gibts wegen der unglaublichen Bühnenshow einfach mehrere 🙂

 

AzudemSK, Bruder Jakob x Petko, Tosh Taylor & CØDA

Angefangen hat der gestrige Abend in der Oettinger Villa in Darmstadt (Gewinner des APPLAUS 2015) mit der Vorführung von Filmen von Stefan Pohl („Hello my Name is“). So früh haben wirs leider nicht hingeschafft. Kamen dann aber pünktlich zum Beat Workshop von Tosh Taylor und Cøda. Das ganze war etwas verpeilt, aber unglaublich faszinierend und interessant, wie die beiden aus einem Japanischen Klangspielsample einen mitreißenden Hip Hop Beat machten. Witzig war besonders ein lokaler Rapper (Namen leider nicht mitbekommen), der ziemlich angetrunken auf den neuen Beat gefreestylet hat.

Anschließend wurden die Stühle weggeräumt und Bruder Jakob x Petko haben die Bühne eingenommen. Bruder Jakob hat ne ganz solide Nummer hingelegt, aber die Gestalten, die da als Backup um ihn rumgesprungen sind, waren nicht so mein Fall.

AzudemSK aus Münster war dafür umso besser. Seine Stimme hat zwar irgendwann versagt (kein Wunder, bei dem Wetter), aber sogar so angeschlagen hat er am Ende noch ein wirklich überzeugendes Acapella rausgehauen.

War auf jeden Fall ein guter Abend in diesem coolen, alten Gebäude!

Metric & Leyya

Mittags bekam ich eine Email, dass ich Karten für das Metric Konzert gewonnen hätte. Dann gings nur noch um die Auswahl einer Begleitung und ab dafür.

Dort angekommen gabs erstmal Probleme mit den hinterlegten Tickets, reingelassen wurden wir dann aber trotzdem. Leyya hatte zu dem Zeitpunkt schon angefangen. Ich muss sagen, dass sie mich auf Platte mehr überzeugt haben. Mit der Abmischung hat irgendwas nicht gestimmt und „Superego“ war somit live leider kein so großer Ohrenschmaus wie erwartet.

Doch dann kam Metric. Emily Haines in schwarzem Mini Rock und einem Pfau-ählichen Federgestell auf dem Rücken. Sah sehr beeindruckend aus! Dazu gabs dann noch ihr Keyboard in Glitzeroptik mit Fellbesatz.

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Musikalisch waren mein Begleiter und ich uns einig, dass die rockigen, meist älteren Sachen, sehr viel besser waren, als die sehr seichten neuen. Bei einem Lied hatte ich das Gefühl, ich wäre gerade in einen Til Schweiger Film gerutscht und gleich würde irgendetwas semidramatisches passieren.

Für die lange Zugabe haben sie aber nochmal richtig auf den Putz gehauen. War ein gelungener Abschluss.

25 Euro wäre es mir nicht wert gewesen, dafür bin ich zu wenig Fan von Synthpop, aber mit den gewonnenen Tickets war es ein sehr gelungener Abend!

AnnenMayKantereit – Folklore ’15

Freitag und Samstag hab ich es leider nicht zum Folklore nach Wiesbaden geschafft. Dafür dann aber am Sonntag! Wie uns schnell bewusst wurde, ist der Sonntag auf diesem Festival Familientag. Überall Eltern mit kleinen, großen und ganz ganz kleinen Kindern. Es gab eine Kunst/Musik Ausstellung. Recycelte Dinge mit denen man Musik machen konnte. Am faszinierenden fand ich dabei Gummistiefel, die abgedichtet und mit Flöten versehen waren. Jeder Kneifer in einen Stiefel gab verschiedene Töne.

Die erste Band „Whiskydenker“ war ganz nett. Die beiden danach nicht erwähnenswert. Und als großer Abschluss AMK! Ich hab die Jungs das erste Mal vor 2 Jahren in einem Irish Pub in Mainz gesehen. Die Gänsehaut ist damals wie heute die selbe, wenn Henning May anfängt zu singen.

Das Konzert in Wiesbaden war das letzter ihrer langen Festival Tour. Ein bisschen hat man ihnen das auch angesehen. Dunkle Augenringe, hager, müde. Doch trotzdem voller Euphorie ihre Musik zu verbreiten. Wie sie sich über jeden Applaus, jeden Ruf freuen. „Ihr seid so lieb zu uns!“ hat Henning irgendwann ins Mikrophon gesagt und wirkte sehr gerührt. Man merkt eben, dass AMK noch nicht sehr lange auf solch großen Bühnen spielen.

Gut zum Ambiente passte auch die untergehende Sonne links hinter der Bühne. Dazu Lieder über die Liebe, über Väter, Mitbewohner, Freunde, das Leben. Und jedes mal wenn ich die Jungs live sehe, schaffen sie es, den Liedern immer noch etwas neues zu geben, sie sind nicht ausgelutscht, nicht abgedroschen.

Auf jeden Fall war es wieder mal ein inneres Blumenpflücken die wunderschöne Musik dieser jungen Band live zu hören!

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